Ehrendes Gedenken

Zwei serbische Persönlichkeiten aus der Nachbarschaft haben sich als besondere Freunde der Rudolfsgnader Deutschen erwiesen. Sie sollen deshalb im Rudolfsgnader Heimatbuch ehrenvolle Erwähnung finden.

Einmal der serbische Pfarrer von Titel, Djordje Parabucki, der sich beim Ausbruch des Krieges zwischen Jugoslawien und Deutschland in den ersten Apriltagen 1941 für die nach Titel verbrachten Geißel aus Rudolfsgnad verwendete und die Freilassung der sechs Männer erwirken konnte. Sie kamen unversehrt nach Hause.

Leider war es uns Deutschen später nicht möglich, diesen gerechten, aufrechten Mann vor der grausamen Hinrichtung durch die Madjaren in den Tagen des "Neusatzer Blutbades" zu retten.

Der zweite Freund der Rudolfsgnader war der serbische Pfarrer von Perleß.

Im Januar 1945 war eine Gruppe von Rudolfsgnader Männern unter Partisanenbewachung nach Perleß verbracht worden, wo sie verschiedene Arbeiten verrichten mussten.  So unter anderem sechs Serben exhumieren, die 1942 von der deutschen Besatzungsmacht als Kommunisten und "zur Abschreckung" gehenkt worden waren.

Diese Opfer ihrer Überzeugung, die in einem Massengrab verscharrt worden waren, erhielten jetzt Einzelgräber und wurden feierlich bestattet. Im Anschluß dran wollten die Partisanen ebenso viele deutsche Männer erschießen und in der nun leeren Grube verscharren. Dem mutigen Eintreten des serbischen Pfarrers von Perleß ist es zu danken, dass eine grausame Represalie der Besatzungsmacht nicht mit einer neuen Schandtat "gesühnt" wurde.

Diese beiden Beispiele zeigen, wie national gesinnte serbische Persönlichkeiten zu ihren deutschen Nachbarn standen.

Und noch ein anderes Beispiel: Als die Ungarn im Frühjahr 1941 die Batschka besetzten, hat das "autonome Banat" rund 40 000 serbische Flüchtlinge aus der Batschka aufgenommen und für die Dauer des Krieges untergebracht. Auch dies war eine selbstverständliche Geste der Menschlichkeit.