Das Donauschwaben-Wappen wurde 1950 von Hans Diplich entworfen
Semper atque semper liberi ac indivisi
Für immer frei und ungeteilt

Beschreibung und Bedeutung des Wappens
Im oberen Feld des klassischen Wappenschildes hält ein sogenannter gestümmelter Adler, der an die abendländische Antemuralgesinnung der römisch - deutschen Kaiser im 18. Jh. erinnern soll, seine Schwingen schirmend über das Wellenband der mittleren Donau, das den Wappenschild in zwei gleiche Hälften teilt.

Zwischen Adler und Wellenband ist ein feiner Abstand, so dass der Adler nicht auf dem Wellenband aufsitzt. Der Adler ist bereits von Kaiser Karl d. Gr. im 8 Jh. als kaiserliches Wahrzeichen übernommen worden und seit dem 12.Jh. als Symbol für Kraft und Einigkeit deutsches Reichswappen.

Im unteren Teil steht die wehrhafte Festung Temeschburg, Symbol der kaiserlichen,  deutschen Wehranlage und Militärgrenze gegen die Türken, flankiert  - links zwischen Festung und Donau - von der Sichel des abnehmenden Mondes - weltliches Symbol des Islam -, Zeichen der untergehenden türkisch-islamischen Bedrohung des Abendlandes im 17. und 18. Jh.; rechts - zwischen Festung und Donau  - von der aufgehenden, leuchtenden Sonne, Symbol des Prinzen Eugen von Savoyen sowie für Sieg und Wiederbeginn der westlichen und christlichen Kultur durch deutsche Besiedlung im 18. Jh. auf beiden Seiten der mittleren Donau vom Raabfluß in NW bis zum Eisernen Tor im SO, und der kaischerlichen Herrschaft am Mittellauf der Donau.

Die Sonne, Wahrzeichen für Christus, der als Sonne der Gerechtigkeit und wahres Licht gepriesen wird, bedeutete gleichzeitig Erneuerung der christlichen Kultur des Landes im Donaubecken gegen Barbarei und den zurückweichenden Islam, ein Lichtpunkt für die Zukunft.

Das Feld seitlich und unterhalb der Festung ist perspektivisch liniiert, das weist auf Ackerfurchen und den von den Donauschwaben kultivierten fruchtbaren Boden hin, den sie im 18. Jh. mit der Pflugschar urbar gemacht hatten.

Die sechs Türme der Festung sind in diesem Wappen gleichzeitig Symbol für die sechs donauschwäbischen Hauptsiedlungsgebiete: Südwestliches Ungarsiches Mittelgebirge, Schwäbische Türkei, Slawonien-Syrmien, Batschka, Banat, Sathmar mit Kreisch-Mieresch-Gebiet.

Das Wellenband symbolisiert die Donau als Schicksalstrom des Neustammes, auf dem die Ahnen mit Ulmer Schachteillen, die Donau-Fahrt unternahmen, und auf beiden Seiten ihres Mittellaufes - zum Teil im Verlauf der defensiven Miilitärgrenze als des Kaisers Grenzer - eine deutsche Landschaft schufen; von der Donau wurde auch der geopgraphische Teil für den Stammesnamen genommen, während sein ethnischer Inhalt nicht dialektgeographischen, sondern stammeskundlichen, siedlungsgeographischen, historischen, volkskundlichen Bezug hat.

Das Wappen zeigt die deutschen Nationalfarben schwar - rot - gold und die donauschwäbischen Stammesfarben weiß -grün;
schwarz - rot - gold, Sinnbild des deutschen Einheitswillens und Farben des Deutschen Bundes, sind in das Wappen aufgenommen worden, weil sich die donauschwäbische Stammesgeschichte bis 1806 im Rahmen des römisch-deutschen Reiches vollzog.

Weiß ist Symbol der friedlichen Gesinnung der Donauschwaben, grün als Farbe der Hoffnung und für das durch Aufbauarbeiten zur Kornkammer gewordenen Neulandes ihrer Heimat.

Das Gefieder des Adlers ist schwarz, Schnabel und Zunge rot, das Auge weiß. Goldfarben (in der Heraldik durch gelb dargestellt) ist die obere Hälfte des Wappenschildes, die den Adler trägt.
Das Wellenband der Donau ist blau, weiß ist der Grund in der unteren Wappenhälfte, der die goldene Sonne und weiße Mondsichel trägt; weiß sind die Mauern der Festung, ihre Dächer rot; grün ist das Feld mit den Ackerfurchen vor und seitlich der Festung.


Die Seiten "links" und "rechts" sind - wie in der Heraldik üblich - nicht vom Beschauer her zu sehen, sondern vom Ritter hoch zu Roß.