Willkommen auf der Seite Rudolfsgnad

Rudolfsgnad - serbisch Knicanin - (ungarisch Rezsöháza), ist ein ehemals deutscher Ort in Serbien, im Banat (Bezirk Zrenjanin) mit 2.026 Einwohnern. Koordinaten: 45° 11' N, 20° 19' O,

Im Jahr 1866 begann der Aufbau und die Besiedlung von Rudolfsgnad durch deutsche Kolonisten, bis die damaligen Einwohner nach  mehr als 70-jähriger Aufbauarbeit durch die Folgen des zweiten Weltkrieges ihre Heimat einbüßten, oder durch unsägliches Leid verloren. Der Name Rudolfsgnad ist seitens der Partisanenführung im Oktober 1944 offiziell gelöscht worden. Von diesem Zeitpunkt an hat der Ort aufgehört als deutsche Gemeinde zu bestehen.

Der Gedanke gegen das Vergessen, die Kunde von der Tragödie katastrophalen Ausmaßes, die eine halbe Million Menschen traf, nicht von den Sanddünen der Zeit überdecken und eine Fußnote der Weltgeschichte werden zu lassen war bestimmend, um diese Seiten zu erstellen.

Ein weiterer Anrtieb war meine moralische Verpflichtung, meinen Großeltern Anton Wittmann *1907 + 1945 und Maria geb. Guldner *1911 +1999, meinem Onkel Michael Wittmann *1931 +1981, meiner Mutter Magdalena geb. Wittmann *1935 und alle Verwandten gegenüber, die in Rudolfsgnad geboren wurden.

Denn die schwere und anhaltende Verharmlosung der "Vertreibung der Deutschen" durch Historiker - in den Medien, in Schulbüchern und im politischen Dialog - stellt eine allgemein anerkannte Menschenrechtsverletzung dar, sie bedeutet eine unzulässige Diskriminierung der Opfer. 

Geschichte ist keine tote Vergangenheit. Sie enthält Grundlagen für Entscheidungen von heute und für Planungen von morgen. Geschichte prägt das Bewusstsein der Gegenwart entscheidend mit und ist immer aktuell. Deshalb soll eine nochmalige Vertreibung der Donauschwaben - diesmal aus der Geschichte - mit dieser Seite verhindert werden.

Diese furchtbaren Erlebnisse der Donauschwaben fanden keinen Platz in der neuen Heimat und der bundesrepublikanischen Erinnerung. Integration war die Devise. So übten sich viele Flüchtlinge und Vetriebene in Selbstverleumdung. Die Menschen, die sie vermissten und die Orte nach denen sie sich sehnten, erwähnten sie nicht!

Auf den nachfolgenden Seiten ist daher die Geschichte des Dorfes Rudolfsgnad und das Schicksal der Einwohner für die heutige Generation und für unsere Nachfahren festgehalten. Sie soll den Gründern und Einwohnern der Gemeinde sowie allen Opfern des berüchtigten Sterbelagers Rudolfsgnad ein ehrendes Andenken bewahren.